Großrazzia bei getgoods

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Um 192 000 Handys geht es, die bei getgoods lagerten, aber der Firma Brightstar gehörten. Das Frankfurter Unternehmen soll diese Handys auf eigene Rechnung verkauft haben. Das wäre Unterschlagung und zudem aktienrechtlich relevant, weil getgoods damit den Verkaufserlös als eigenen Umsatz ausgewiesen hätte, sagt Staatsanwalt Sören Schrade. Die Anzeige von Brightstar sei Mitte vergangener Woche eingegangen, das Amtsgericht habe, da die eingereichten Belege plausibel erschienen, einen Durchsuchungsbeschluss erlassen.

Das ist nur ein Aspekt im Wirbel um den Online-Händler. Aufschlussreich ist das Creditreform-Rating für die getgoods.de AG vom September 2013.

Dort heißt es unter anderem: „Einen limitierenden Faktor für das weitere Wachstum und die Umsetzung der Strategie stellt jedoch derzeit die Qualität des Rechnungswesen und Controllings bzw. des externen Berichtswesens dar, dessen Strukturen u. E. mit dem Unternehmenswachstum nicht mitgewachsen sind. Dies auch bedingt durch zu spät erfolgte und finale Besetzung des Postens der CFOs, erst im Juli 2013.“